Rodion Shchedrin gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten der russischen Moderne. In seinen autobiografischen Notizen blickt er zurück auf ein bewegtes Leben und gewährt spannende Einblicke hinter die Kulissen der internationalen Musikwelt.
Dabei entfaltet Shchedrin seine ganz persönliche Sicht auf die politische Situation und das damalige Leben in der Sowjetunion sowie auf die Auswirkungen politisch-ideologischer Repression auf die künstlerische Praxis. Viele kleine Anekdoten und humorvolle Bemerkungen offenbaren dem Leser darüber hinaus das heitere Naturell und die positive Lebenseinstellung des Autors.
Rodion Shchedrinwurde 1932 in Moskau geboren. Er studierte Komposition und Klavier am Moskauer Konservatorium und wurde bald zu einem international gefragten Künstler. Seine
Ballettkompositionen, aber auch seine Sinfonien, Klavierkonzerte und kammermusikalischen Werke werden auf den großen Bühnen der Welt aufgeführt. Mit seiner Ehefrau Maija Plissezkaja lebt Rodion Shchedrin heute abwechselnd in München und Moskau.
Inhalt
Mein Stammbaum Meine Kindheit Rückkehr nach Moskau Chorschule Studium am Koservatorium Die Welt um mich herum Folklore-Expeditionen Drei Erfolge Mythen über das Kino und Tod des Vaters Maija Plissezkaja Sünder und Heilige Die erste Oper Hat es in der Musik der ehemaligen Sowjetunion Dissidenten gegeben Komponisten des Establishments Die Carmen-Suite Poetorium, Prager Frühling, Lenin-Oratorium Die toten Seelen Was ist ein Komponist Wie ich mich auf Schostakowitschs Sessel wiederfand Die Jahre der Perestroika Das Märchen von den Zwölf Monaten Die Per Lolita In einen Apfelbaum, der keine Äpfel trägt, wirft man keine Steine Die Arbeit mit Lorin Maazel Der 11. September 2001 und die Arbeit mit Mariss Jansons Instrumentalkonzerte Der versiegelte Engel in Berlin Alltag und Festtage Warum gerade München Die Bojarin Morosowa Postskriptum Anmerkungen zur deutschen Ausgabe Werkregister Personenregister